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14.09.2015

Augentropfen helfen bei Kurzsichtigkeit von Kindern!


München (dg) 14.09.2015 Augentropfen reduzieren die Kurzsichtigkeit von Kindern! Die zunehmende Kurzsichtigkeit (Myopie) bei Kindern ist in erster Linie vererbt. Dennoch lässt sich gegen die genetische Veranlagung etwas tun, wie die DOG, die wissenschaftliche Fachgesellschaft für Augenheilkunde in Deutschland, berichtet. 

Der Aufenthalt von Kindern im Freien/beim Spielen bei natürlichem Licht verlangsamt die Entwicklung der Kurzsichtigkeit, die überwiegende Arbeit am Computer und das Lesen fördert die Zunahme der Myopie.

Studien zufolge haben Häufigkeit und Schwere der Kurzsichtigkeit in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen. In allen Industrienationen ist mindestens ein Drittel der Bevölkerung kurzsichtig. 

Bislang wurde die Kurzsichtigkeit mit Augentropfen behandelt, die 1%iges Atropin enthalten. Ein Medikament, das in der Medizin vielfach Verwendung, findet auch in der Augenheilkunde. Die Nebenwirkungen der langjährigen Behandlung sind jedoch erheblich.

Studienergebnisse zeigen, dass auch Atropin Augentropfen in hundertfacher Verdünnung (0,01%) die Zunahme der Myopie ebenfalls recht wirksam hemmen, allerdings ohne die unerwünschten Nebenwirkungen.

Die Kinder erhalten die Augentropfen 1x täglich (abends) über einen mehrjährigen Zeitraum. Die Tropfen für das Kind werden vom Augenarzt auf einem gewöhnlichen Kassenrezept verordnet. Sie sind allerdings nicht handelsüblich und müssen speziell hergestellt werden. 

Die diesbezügliche Pressemitteilung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft DOG:

http://www.dog.org/wp-content/uploads/2014/03/PM_DOG_Atropin_bei_Myopie.pdf