Makuladegeneration

Makuladegeneration (AMD)

Was ist die altersabhängige Makuladegeneration?
Die altersabhängige Makuladegeneration, kurz AMD, ist eine häufige Erkrankung der Netzhaut, die im höheren Alter vorkommt. Hierbei kommt es zu einer Zerstörung des retinalen Pigmentepithels, einer dünnen Zellschicht in der Netzhaut. Unglücklicherweise gehen diese Zellen in der Region der Makula zugrunde. Die Makula bezeichnet den Ort des schärfsten Sehens in der Netzhaut, da sich hier besonders viele Sehzellen ansammeln. An der AMD erkrankte Patienten sind folglich stark beeinträchtigt, da vor allem das zentrale Sehfeld verschwommen wahrgenommen wird. Gerade Linien erscheinen in der Mitte des Bildes wellenförmig, sodass besonders das Lesen schwer fällt.

Welche Formen der AMD gibt es und wie kann man sie behandeln?

Man unterscheidet zwei verschiedene Formen der AMD, die trockene und die feuchte AMD.

Die trockene AMD führt lediglich zu einem Untergang der Sehzellen auf der Netzhaut und somit eher zu einem mäßigen Sehverlust. Derzeit gibt es noch keine erfolgreiche Therapie zur Behandlung der trockenen AMD. Nichtsdestotrotz muss sie regelmäßig beobachtet werden, da sie sich die trockene AMD jederzeit in eine feuchte AMD umwandeln kann.

Bei der feuchten AMD kommt es zusätzlich zum Zelluntergang zu einem Einwachsen von neuen Blutgefäßen und Wasserablagerungen in der Netzhaut. Es entsteht ein sogenanntes Netzhautödem, eine Schwellung der Netzhaut durch die Wassereinlagerungen. Dadurch wird das Sehen sehr stark beeinträchtigt.
Im Gegensatz zur trockenen AMD lässt sich die feuchte AMD medikamentös behandeln. Hierfür werden in einem Abstand von einigen Wochen wiederholt medikamentöse Spritzen ins Auge gegeben, welche gezielt einen Rückgang der Gefäße und Abbau des Wassers in der Netzhaut bewirken. Die Anzahl der benötigten Spritzen variiert von Patient zu Patient.