Grauer Star

Grauer Star

Was ist der Graue Star?
Als Grauer Star (Katarakt) wird die Eintrübung der Linse bezeichnet. Die Linse ist eine linsenförmig gewölbte, transparente Struktur im Inneren des Auges. Man kann sie sich wie ein sauberes Fensterglas vorstellen, durch welche das Licht gebrochen wird. Bei Geburt ist die Linse noch glasklar, im Laufe des Lebens trübt sie jedoch nach und nach ein bis wir irgendwann nicht mehr scharf durch das nun getrübte Fensterglas hinaus schauen können.

In der Regel macht sich der Graue Star erst im höheren Alter bemerkbar. Patienten klagen über verschwommenes Sehen und ein Verblassen der Farben, die nicht durch eine Brillenanpassung korrigiert werden können.
Seltenere Formen des Grauen Stars sind der angeborene Graue Star und der verletzungsbedingte Graue Star, die auch in jungen Jahren auftreten können.

Wann muss man den Grauen Star behandeln?
Der altersbedingte Graue Star ist nicht gefährlich und muss somit nicht notfallmäßig behandelt werden.
Das Fortschreiten den Grauen Stars lässt sich beim Augenarzt durch das Wiederholen von Sehtests ermitteln. Es empfiehlt sich, den Grauen Star dann zu behandeln, wenn man sich subjektiv durch das verschlechterte Sehen eingeschränkt fühlt bzw. sich im Sehtest eine eindeutige Sehschwäche zeigt, die sich nicht durch eine Brillenanpassung korrigieren lässt.

Wie kann man den Grauen Star behandeln?
Die Behandlung des Grauen Stars erfolgt in einer ambulanten OP, die in lokaler Tropfanästhesie durchgeführt werden kann. Die OP dauert rd. eine halbe Stunde. Im Anschluss daran kann der Patient wieder nach Hause.

Bei der Operation wird die trübe Linse gegen eine neue, klare Kunststofflinse ausgetauscht. Zusätzlich kann diese neue Linse an die Sehschwäche des Auges angepasst werden, so dass z.B. ein kurzsichtiger Patient nach der Operation keine Brille mehr für die Ferne benötigt. Eine Brille zum Lesen wird jedoch trotz OP weiterhin benötigt!