Grüner Star

Grüner Star

Was ist der Grüne Star?
Der Grüne Star (Glaukom) bezeichnet einen zu hohen Druck im Auge.
Das Auge ist von Kammerwasser gefüllt, welches das Auge von innen tamponiert und ihm seine prall-runde Form gibt. Im Idealfall übt das Kammerwasser einen Druck von 12 - 21mmHg auf das Auge aus. Ist der Druck im Auge zu hoch, kommt es zu irreversiblen Schäden des Sehnerven, die Gesichtsfeldausfälle bis hin zur völligen Erblindung des Auges zur Folge haben.
Ein zu hoher Druck entsteht, wenn entweder vom Auge zuviel Kammerwasser  produziert wird oder zu wenig Kammerwasser aus dem Auge abfließen kann.

Wie macht sich der Grüne Star bemerkbar?
Man unterscheidet einen akuten und einen chronischen Grünen Star.

Die meisten Patienten leiden unter dem chronischen Grünen Star, welcher sich langsam und schmerzlos entwickelt und dessen Häufigkeit mit dem Alter zunimmt. Dieser macht sich durch zunehmende Gesichtsfeldausfälle bemerkbar. Mit einer Gesichtsfelduntersuchung beim Augenarzt lässt sich das Fortscheiten der Sehnervenschädigung beurteilen und im Verlauf beobachten, um die Therapie individuell an den Patienten anzupassen.

Der akute Grüne Star entsteht durch einen plötzlichen Verschluss des Kammerwasserabflusses und führt zu einem sehr schmerzhaften Anstieg des Augeninnendruckes. Die Patienten verspüren einen plötzlichen starken Schmerz, der häufig nicht eindeutig auf das Auge zurück zu führen ist und von schmerzhafter Beteiligung des ganzen Körpers und Erbrechen begleitet sein kann. Des weiteren kommt es zu einer starken Sehverschlechterung und einem trüben, stark geröteten Auge.

Muss man den Grünen Star behandeln?
Ja, der Grüne Star muss immer behandelt werden.

Beim akuten Grünen Star handelt es sich um einen Notfall. Meistens kommen die Patienten auf Grund der starken Schmerzen direkt in die Notaufnahme, wo der hohe Druck schnell durch Medikamente gesenkt werden kann.

Der chronische Grüne Star entwickelt sich langsam und führt nach und nach zur Zerstörung des Sehnervs. Deshalb ist es beim Grünem Star wichtig, den Augeninnendruck beim Augenarzt regelmäßig zu kontrollieren, um die Therapie individuell anzupassen und wieder den idealen Augeninnedruck (12 - 21mmHg) wieder herzustellen.

In erster Linie wird versucht werden, den Augeninnendruck medikamentös zu senken. Hierfür werden Augentropfen benutzt, die entweder die Kammerwasserproduktion senken oder den Abfluss des Kammerwassers verbessern.
Bringt die medikamentöse Therapie nicht den gewünschten Erfolg, können zunächst eine Lasertherapie und schlussendlich eine Operation das Senken des Augeninnendrucks herbeiführen.